Ein Aufschrei ging durch die Welt aus George Orwell 1984 veröffentlichte. Die Geschichten von Jules Verne faszinierten ganze Generationen und eine kleine US-amerikanische TV Serie mit dem Namen Raumschiff Enterprise bewies, aus heutiger Sicht betrachtet, nahezu seherische Fähigkeiten.
Heute leben wir in einer vernetzten Welt, in der vieles von dem was früher als Science Fiction bezeichnet wurde, zu unserem Alltag gehört wie Essen und trinken. Eigentlich fing doch alles ganz harmlos an. Unsere Telefone verloren ihre lästigen Kabel. Man konnte plötzlich überall telefonieren. Der Computer ersetzte die gute Schreibmaschine. Meine Chefsekretärin wurde zum Senior Office Manager. Meine Techniker zum Field Engineer.
Ich erwische mich immer häufiger dabei, dass ich von „früher“ rede und unterschwellig kommt mir dabei die Formulierung mit den guten alten Zeiten in den Sinn. Früher … ich rede nicht von vor 100 Jahren, sondern von den Zeiten als ich noch jünger war als heute. Sagen wir mal die beginnenden 80er.
Heute vergeht kein Tag an dem ich nicht die Hände über dem Kopf zusammen schlage und darüber nachdenke was Firmen wie Apple, Google und Microsoft aus unserer Welt gemacht haben. Ganz nebenbei, bin ich auch inzwischen der Meinung dass es neben den genannten kaum noch ernstzunehmende Unternehmen gibt. Auf jeden Fall nicht, wenn ich auf deren Einfluss auf unser Privatleben, unsere Privatsphäre und unser klein wenig Freiheit nachdenke.
Ich komme aus Zeiten, als Musik noch von schwarzen gepressten Scheiben kam. Der erste Walkman eine riesen Sensation war. Man noch mit seiner Plattensammlung von Party zu Party getingelt ist. Ich komme zu Euch, aus einer sehr bewegten, friedensbewegten Zeit. Aus einer Zeit, in der Schüler politisch aktiv waren. Wir liebten Petting statt Pershing und sagten SS-20 nein danke. Twix hieß noch Raider und die Mauer stand noch da wo sie seit meiner Geburt stand. Ja es waren Zeiten in denen es einfach auch viel Schwarz und Weiß gab. Gut und Böse. Vielleicht ist es einfacher so.
Heute habe ich 4 Kinder und stehe oft vor der Frage wie wohl ihre Zukunft aussieht. Ob Sie noch ein wenig Freiraum für Individualität haben werden, ob Sie individuelle Freiheit noch Leben dürfen. Oder werden Sie einfach nur, beliebig austauschbare Zahnrädchen in einem globalen System sein und dieses am Ende auch noch gut finden?
Ich schreibe diesen Text um Klarheit zu erlangen. Dinge aufzuschreiben die ich sowieso schon weiß und Anderen ein wenig die Augen zu öffnen, was wir heute eigentlich treiben und wo das alles hinführen wird. Ich will Fragen beantworten, ein wenig Ratgeber sein und bisher ungestellte Fragen formulieren. Will aus der Sicht eines nun etwas älteren Mitbürgers Aufzeigen und Erklären und bemühe mich den Zeigefinger nicht zu erheben. Ich hoffe es gelingt mir.
Das war es jetzt mit meinem wirrem Prolog. Nur noch eines. Was mich wirklich bewegt hat, mich hier hinzusetzen und seit Jahren wieder meine Gedanken zu Papier zu bringen war die Vorstellung des Google Phones Nexus one. Dicht gefolgt von Apples Präsentation des Ipads und einer Roadshow von Microsoft zu Azure.
Als heute Morgen Google Buzz in meinem Posteingang aufpoppte war es dann soweit.
Bonn im Mai 2010
Hier gehts weiter
Ein Aufschrei ging durch die Welt aus George Orwell 1984 veröffentlichte. Die Geschichten von Jules Verne faszinierten ganze Generationen und eine kleine US-amerikanische TV Serie mit dem Namen Raumschiff Enterprise bewies, aus heutiger Sicht betrachtet, nahezu seherische Fähigkeiten.
Heute leben wir in einer vernetzten Welt, in der vieles von dem was früher als Science Fiction bezeichnet wurde, zu unserem Alltag gehört wie Essen und trinken. Eigentlich fing doch alles ganz harmlos an. Unsere Telefone verloren ihre lästigen Kabel. Man konnte plötzlich überall telefonieren. Der Computer ersetzte die gute Schreibmaschine. Meine Chefsekretärin wurde zum Senior Office Manager. Meine Techniker zum Field Engineer.
Ich erwische mich immer häufiger dabei, dass ich von „früher“ rede und unterschwellig kommt mir dabei die Formulierung mit den guten alten Zeiten in den Sinn. Früher … ich rede nicht von vor 100 Jahren, sondern von den Zeiten als ich noch jünger war als heute. Sagen wir mal die beginnenden 80er.
Heute vergeht kein Tag an dem ich nicht die Hände über dem Kopf zusammen schlage und darüber nachdenke was Firmen wie Apple, Google und Microsoft aus unserer Welt gemacht haben. Ganz nebenbei, bin ich auch inzwischen der Meinung dass es neben den genannten kaum noch ernstzunehmende Unternehmen gibt. Auf jeden Fall nicht, wenn ich auf deren Einfluss auf unser Privatleben, unsere Privatsphäre und unser klein wenig Freiheit nachdenke.
Ich komme aus Zeiten, als Musik noch von schwarzen gepressten Scheiben kam. Der erste Walkman eine riesen Sensation war. Man noch mit seiner Plattensammlung von Party zu Party getingelt ist. Ich komme zu Euch, aus einer sehr bewegten, friedensbewegten Zeit. Aus einer Zeit, in der Schüler politisch aktiv waren. Wir liebten Petting statt Pershing und sagten SS-20 nein danke. Twix hieß noch Raider und die Mauer stand noch da wo sie seit meiner Geburt stand. Ja es waren Zeiten in denen es einfach auch viel Schwarz und Weiß gab. Gut und Böse. Vielleicht ist es einfacher so.
Heute habe ich 4 Kinder und stehe oft vor der Frage wie wohl ihre Zukunft aussieht. Ob Sie noch ein wenig Freiraum für Individualität haben werden, ob Sie individuelle Freiheit noch Leben dürfen. Oder werden Sie einfach nur, beliebig austauschbare Zahnrädchen in einem globalen System sein und dieses am Ende auch noch gut finden?
Ich schreibe diesen Text um Klarheit zu erlangen. Dinge aufzuschreiben die ich sowieso schon weiß und Anderen ein wenig die Augen zu öffnen, was wir heute eigentlich treiben und wo das alles hinführen wird. Ich will Fragen beantworten, ein wenig Ratgeber sein und bisher ungestellte Fragen formulieren. Will aus der Sicht eines nun etwas älteren Mitbürgers Aufzeigen und Erklären und bemühe mich den Zeigefinger nicht zu erheben. Ich hoffe es gelingt mir.
Das war es jetzt mit meinem wirrem Prolog. Nur noch eines. Was mich wirklich bewegt hat, mich hier hinzusetzen und seit Jahren wieder meine Gedanken zu Papier zu bringen war die Vorstellung des Google Phones Nexus one. Dicht gefolgt von Apples Präsentation des Ipads und einer Roadshow von Microsoft zu Azure.
Als heute Morgen Google Buzz in meinem Posteingang aufpoppte war es dann soweit.
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